|
|
Gold und Silber23. Januar 2011 Wir hoffen ihr seid alle gut im 2011 gestartet. Wir haben einen etwas speziellen Monat hinter uns wie euch der kurze Reisebericht zeigen wird. Zwischen Weihnachten und Neujahr war es in Bolivien sehr turbulent da der Präsident täglich sehr fragwürdige Reden hilt was zu Unruhen und Demonstrationen führte. Zum Beispiel erhöhte er die Benzinpreise von einem Tag auf den Anderen auf das Doppelte! Dies hatte zur Folge, dass kaum mehr Busse fuhren, keine Lebensmittel mehr transportiert wurden und somit auch die Restaurants die Preise auf die noch vorhandenen Speisen markant erhöhten. Da dies in Bolivien immer mal wieder geschieht war alles so schnell wieder beim Alten wies gekommen war. So hatten wir nun Gelegenheit zu versuchen unseren Búho zu verkaufen. Wir gaben ein Inserat in der lokalen Zeitung auf und legten uns eine Natelnummer zu. Von nun an klingelte das Telefon die ganze Zeit. Von diesen etwa 50 Telefongesprächen, wollten ca 45 Personen das Auto sehen, ca 15 erschienen dann wirklich auch irgendwann einmal und einer kaufte ihn dann an Schluss doch wirklich! Unglaublich was wir in den 10 Tagen wieder erlebt haben. Eben die bolivianische Kultur auf eine ganz andere Seite. Als wir den Papierkrieg erledigt hatten und auch das Geld in unseren Händen, so wurden wir es nicht mehr los! Keiner war fähig eine Western Union Überweisung nach Europa zu machen. Einige Tage später klappte dann aber auch dies. Nun wieder im Bus unterwegs, gings nach Potosí. Nur gerade 3 Stunden Fahrt von Sucre aus doch es kam uns vor wie eine Ewigkeit! Potosí liegt auf über 4000 Metern und ist bekannt für die vielen Minen die es um die Stadt herum hat. Auch wir wollten eine Solche besichtigen und buchten eine Tour. Bevors in den Cerro Rico ging, bekamen wir Kleider, Helm und Stirnlampe. Sie zeigten uns wo dass die Arbeiter ihren Sprengstoff und die anderen Werkzeuge kaufen. Hier kann jeder Dynamit, Zündschnüre u.s.w. kaufen! Auch besuchten wir den Ort wo sie mit Chemie Gold und Silber aus dem Gestein holen. So, nun gings in den Berg, zuerst noch einfach zum Gehen, wie in einem Schacht. Doch schnell wurde es immer heisser und die Luft war voll mit kratzendem Staub, auch die Gänge wurden immer kleiner so dass man kriechen musste. Über wackelnde Leitern gings jeweils wieder einen Stock tiefer. Wir trafen auch einigen wenige Arbeiter an, die hier tagtäglich unter schwersten Bedingungen oft ganz alleine Arbeiten. Die Minöre essen den ganzen Tag nichts, kauen nur Cocablätter und trinken dazu 96% Alkohol. Die Lebenserwartung ist wie auch der Lohn nicht besonders hoh! (ca 45- 55 Jahre) Wir waren froh als wir nach zwei anstrengenden Stunden dieses Labyrinth im Berg wieder verlassen konnten. Doch wir vergasen nicht, dass tausende von Arbeitern, darunter auch Frauen und Kinder, weiter jeden Tag von hand die Steine aus dem Fels hauen um zu überleben. In einer 13 stündigen Busfahrt erreichten wir das ja bereits bekannte Tupiza wo wir einige Tage verweilten bevors richtung Argentinien ging. Über Villazon verliessen wir Bolivien und gelangten in einer sehr komplizierten und mühsamen Fahrt nach Salta. In Bolivien kauften wir bei einer Busgeselschaft ein Ticket welche jedoch garkeine Busse hat...dies merkten wir dann schnell als wir in Argentinien waren und niemand etwas von dieser Geselschaft wissen wollte. Salta hat uns gefallen, doch merkten wir, dass uns langsam die Ideen und auch die Energie ausgehen was wir noch machen wollen/können. Eigentlich wollten wir ins Indianerspital in Paraguay arbeiten gehen, doch die wollten uns dann doch nicht da Rico katholisch ist und wir nicht verheiratet sind... So entschieden wir uns nun für drei Wochen nach Kuba zu fliegen um die Karibik, das warme Wetter und das Meer zu geniessen. Nun gehts also übermorgen in die "Ferien in den Ferien"! ;-) Wir weden von Asunsión fliegen und wieder hierher zurück kommen bevors dann richtung Brasilien geht.
Das waren wieder die News aus der Ferne! Moni und Rico |



