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Über Pässe, Grenzen in die Hitze

27. November 2010

Hallo Zusammen

Nach Antofagasta in Chile gings weiter durch die Wüste der Küste entlang bis Taltal. Eindrücklich war zu sehen wie hier die Wüste "blüht", es muss kurz vorher etwas geregnet haben so dass sich die Büschchen und Gräser grün färbten.

Nun gehts steil bergauf Richtung Paso de San Franzisco. Dieser bildet die Grenze zwischen Chile und Argentinien, die Strasse ist nur selten befahren. In diesem Gebiet wird viel Gold und Silber abgebaut, hier oben lebt kaum etwas und es ist sehr karg. Viele Mienenarbeiter arbeiten hier, was unser Glück war. Denn kurz nach der Zollstelle der chilenischen Seite hatten wir doch wirklich gleich zwei Platten innerhalb eines Kilometers.

Weiter konnte nun die Fahrt gehen zur wunderschönen Laguna Verde welche kurz vor der Passspitze auf 4700 Metern liegt. Hier liegt auch der höchste Vulkan der Welt. Übernachtet haben wir 200 Kilometer weiter kurz vor dem argentinischen Zoll in einem Häuschen mit heisser Quelle.

Ohne Probleme querten wir den Zoll und fuhren alles bergab, hinunter an die Wärme oder besser gesagt in die Hitze. Es war so schön mal nicht mehr zu frieren. Wir konnten gemütlich Znacht kochen und gut im Zelt übernachten. Nun ist auch alles wieder grün von den vielen verschiedenen Pflanzen die hier wachsen. Dieses Gebiet ist bekannt für seine Weine und Oliven. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit bis auf die mühsamen Polizeikontrollen alle 30 Kilometer. Immer wurden wir kontrolliert, da wir ja bekanntlich eine bolivianische Nummer haben.

Quer durch Argentinien fuhren wir bis nach Resistencia wo wir in der Nähe den kleinen Ort Isla del Cerrito fanden wo wir etwas verweilten. Hier beginnt der Dschungel wieder und so kann man auch wieder häufiger Tiere beobachten. Sehr viele Vögel und Affen leben hier,  natürlich hatten wir auch an diesem Ort einige Hundefreunde.

Noch einige Kilometer warens bis zur Gernze zu Paraguay. Wir waren sehr gespannt auf dieses eher kleine südamerikanische Land. Man liest, hört oder kennt ja kaum jemanden der es bereist hat. Die meisten Touristen lassen es einfach aus auf ihrer Reise. Das war es unteranderem warum wir nun hier sind und diese Ecke des Südens entdecken wollen.

Gleich nach dem Zoll kommt man nach Asucion, der Hauptstadt von Paraguay. Dies ist eine nicht sehr schöne eher heruntergekommene Stadt, nichts besonderes. Um wieder aus der Stadt herauszufahren braucht man doch etwas Geduld. Viele Gebiete sind Weideland oder anderes Landwirtschaftsland, natürlich alles eingezaunt so dass man nirgens etwas weg von der Hauptstrecke gelangt. Das Klima wird immer wärmer so dass es im Schatten schnell mal 40 Grad ist. Von West bis Ost sind es ca 230 Kilometer. In Ciudad del Este erkunden wir die eher komische Einkaufsmetropole. Sie liegt gerade zur Gernze zu Brasilien. Wir bevorzugten jedoch den gemülticheren Grenzübergang mit einer einheimischen Fähre welche über das Dreiländereck nach Argentinien fährt. Puerto de Iguazu heisst das kleine Dörfchen wo wir es uns auf einem Campingplatz einige Tage gemütlich machten. Natürlich gab es jeden Abend eine gute Grillade von der Kohle welche in der Gegend produziert wird.

Definitiv ein Höhepunkt auf unserer Reise waren die nahegelegenen Wasserfälle Iguazu. Hier stürzen sich tausende Liter von Wasser, aus dem Dschungel, in fast 300 Wasserfällen ins Tal! Unglaublich schön war es diese zu bestaunen. Es schien Einer schöner als der Andere. Ein ganzer Tag ist schnell vorüber wenn man alle Fälle ansehen will. Da das Naturschauspiel ist auch so schön da es im tropischen Wald gelegen ist, so konnten wir viele Tiere beobachten wie zum Beispiel: Affen, Nasenbären, Agoti und eine riesen Klapperschlange.

Wieder zurück in Paraguay besuchten wir das grösste Hydrokraftwerk der Welt. Itaipu heisst dieser 8 Kilometer lange Bau welcher vor 35 Jahren erbaut wurde. Das Wasserkraftwerk gehört zur Hälfte Brasilien, die Andere Paraguay. 25% der brasilianischen Bevölkerung kann von dem Strom leben, also eine ganze Menge!

Unser Buho will wie immer, mal mehr mal weniger oder vielleicht manchmal auch garnichtmehr. So wie auf dem Weg in den Süden. Hier mussten wir in zwei Tagen Arbeit den Motor revidieren und den Kühler innen und aussen gründlich putzen. Wir hatten zum Glück einen guten Mech von welchem wir auch noch einiges übers Land und das Leben in Paraguay erfuhren. Narürlich waren wir die Dorfatraktion, Touristen mit einem bolivianischen Auto welche noch im Auto übernachten, soetwas haben sie noch nie gesehen.

Nun trckerlet Buho wieder so dass wir heute Trinidad erreichten. Wir besichtigten die Jesonitenruinen und fahren morgen weiter wieder Richtung Asucion.

So, wir wünschen euch eine schöne Adventszeit und bis bald!

 

Liebe Grüsse aus Paraguay Moni und Rico