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Blau, Grün, Rot- Farben der Natur

29. Oktober 2010

Hallo Zusammen!

 Letztes Mal reparierten wir unser Auto in Tupiza. Unser Weg führte durch die Berge und tiefe Schluchten nach Tarija. Nur mit viel Glück erreichten wir die schon ehrer chlilenische Stadt in bolivianischen Süden. Natürlich mussten wir auch dort wieder in die Garage, dies für ganze 3 Tage. Doch die super Mechs schafften es nicht in dieser langen Zeit unseren Buho wieder zum laufen zu bringen... Zum Glück  versteht Rico nun schon sehr viel so dass er ihn dann schlussendlich flickte und neu einstellte.

Mittlerweilen sind Ricos Eltern auch in Tarija angekommen und wir reisen gemeinsam weiter. Zurück gings über die Berge nach Tupiza. Wir besuchen nochmals die farbigen Bergen der Region, sie schimmern rot, gelb und grünlich.

Über eine Holperpiste fahren wir stundenlang Richtung Uyuni wo wir nochmals den Zugfriedhof besuchen. Seit Monaten spürten wir mal wieder den ersten Regentropfen und wir dachten schon fast, dass nun eben doch die Regenzeit schon beginnt. Wir hatten aber Glück, am nächsten Tag war alles wieder vorbei und wir konnten nochmals in die grösste Salzwüste der Welt düsen. Diesmal haben wir die erste Nacht auf einer grösseren Insel mitten in der Salzwüste übernachtet. Wir machten ein schönes Feuer und genossen den Sternenhimmel. Die zweite Nacht verbrachten wir im wunderschönen Salzhotel am Rande der Uyuni.

Die Fahrten führten über Berge, vorbei an kleinen Dörfchen und zahlreichen Tieren. Auch Vizcachas, Verwandte der Chinchillas treffen wir an. Vicunas, Alpacas und  Lamas kreuzen des öfteren den Weg. Mit viel Glück konnten wir auch nochmals einen Strauss und ein Gürteltierchen beobachten.

Durch das Valle de las rocas gings nochmals zu den zwei ersten Lagunen. Wunderschön leuchten sie in den Farben türkis und dunkelblau so dass die tausenden Flamingos bilden den perfekten Kontrast.

Schon am nächsten Tag fahren wir zur chilenischen Grenze. Hier lassen sie sich mal wieder viel Zeit um uns die Papiere für das Auto auszustellen. Nach fast 3 Stunden können wir dann endlich weiterfahren. Auf dem Weg gab es keine Übernachtungsmöglichkeit mehr so dass wir Calama erst bei Dunkelheit erreichten.

Wir besichtigen die grösste Kupfermiene der Welt in der Nähe von Calama. Rico ist begeisert und beeindruckt von den riesen Lastwagen und Bagger. Kupfer ist die grösste Einnahmequelle von Chile.

Leider machen wir hier das erste Mal schlechte Erfahrungen mit rasistischen Chilenen und dies nur weil wir eine bolivianische Nummer haben. Es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein...

Vom etwas niedrigeren gelegenen Calama, kurven wir wieder hinauf in die Berge zu den Geizyren von Tatio. Damit man das Naturspektakel hautnah erleben kann übernachtet man am besten gleich beim Parkeingang. Am Morgen standen wir bei eiseskälte und noch in tiefer Dunkelheit auf, um den Durchbruch der Heissenquellen durch die Eisschicht zu beobachten. Als es heller wurde sah man es überall dampfen.

Weiter gings nach San Pedro de Atacama. Die Fahrt führete durch die trockneste Gegend der Welt bis hinab zur Salar de Atacama.

Die Laguna Verde ist nicht weit weg von San Pedro jedoch auf bolivianischer Seite. Wir erkundeten uns genaustens wie es wohl ist wegen den Zollpapieren wenn wir doch nur einen Tag ausreisen. Doch wir hatten mal wieder eine bolivianische Nummer... Nichtswissend fahren wir in den wunderschönen Nationalpark und geniessen die Natur. Die Strasse führt von 2400 Metern auf 4600 Meter. Unterwegs finden wir eine kleine Abfallhalde mit vielen Autoteilen so dass Buho wieder neu ausgestattet werden kann. Die riesigen Salzseen liegen in mitten grosser, farbiger Vulkane und leuchten grünlich oder türkis. Auch viele Flamingos wohnen hier.

Nichts ahnend fahren wir am frühen Abend wieder hinab in die Wüstenstadt, doch die Chilenen wollen uns nicht mehr einreisen lassen. Wir erfahren dann, dass sie uns garnicht ausstempeln lassen hätten dürfen, nur für einen Tag... Also mussten wir wieder zurück in die Berge zum bolivianischen Zoll, doch die hatten weder Telefon noch Computer, so dass die nötigen Papiere im weiteren 80 Kilometer entfernten Zoll besorgt werden mussen.. Die Bolivianer waren wie immer sehr hilfsbereit und ein erfahrener Guide kam mit uns mit. Damit wir die Papiere überhaupt bekamen, mussten wir wieder schmieren... Nach weiteren 6 Stunden kamen wir mitten in der Nacht total ko im Hotel an.

Wieder erholt gings durch die Wüste weiter über Peine nach Antofagasta an der Küste. Hier ist irgend ein Festival in den nächsten Tagen, so dass die Hotelsuche zur Tagesaufgabe wird.

Mit viel Glück konnten wir an der Küste Seelöwen beobachten während wir am Auto wieder etwas reparierten.

Nun reisen morgen die Eltern von Rico wieder ab und wir fahren voraussichtlich duch Argentinien nach Paraguay. Hoffentlich haben wir dort weniger Probleme mit unserem bolivianischen Buho...

 

Wir wünsche euch eine gute Zeit und bis bald

Liebs Grüessli us Chile

Moni und Rico